smart EQ fortwo Facelift
Reviews

smart EQ fortwo Facelift mit 22 kW-Lader

3.5
Torsten · Juli 2023

Klein, wendig, elektrisch

Der elektrische smart EQ ist kein Auto für die große Urlaubsreise – das versteht sich von selbst. Wer sich jedoch täglich durch den Stadtverkehr schlängelt, wird den wendigen Stadtflitzer lieben. Mit einem unschlagbaren Wendekreis von gerade einmal 6,95 Metern meistert er jede noch so enge Parklücke. Und Hand aufs Herz: Wie oft bleibt die Rückbank im Alltag ohnehin leer? Für die typischen Wege in der Stadt sind zwei Sitze meistens genau genug.

In diesem urbanen Umfeld ist auch die Reichweite von rund 120 Kilometern (je nach Wetter und Fahrstil) völlig ausreichend. Eine größere Batterie wäre hier sogar kontraproduktiv: Das zusätzliche Gewicht würde den Stromverbrauch im Stop-and-go-Verkehr nur unnötig in die Höhe treiben.

Trotz kompakter Maße bietet der smart der Baureihe 453 ein Fahrgefühl wie ein deutlich größeres Fahrzeug. Durch die hohe Sitzposition vergisst man schnell, wie kompakt er eigentlich ist.

Das überarbeitete Design des Faceliftmodells mit dem größerem Grill und den optionalen Voll-LED-Scheinwerfern steht dem Wagen ausgezeichnet und wirkt modern. Das Infotainment unterstützt nun endlich auch Smartphone-Integration wie Apple CarPlay und Android Auto, sofern beim Neuwagenkauf der 8 Zoll große Touchscreen ausgewählt wurde.

Detailbewertung von ,

  • Reichweite 2.5
  • Ladezeit 4.0
  • Komfort 3.0
  • Fahrspaß 4.0
  • Verarbeitung 3.5
  • Design 4.0
  • HV-Batterie 4.0
  • Preis/Leistung 3.0

Und wie steht es ums Laden? Mit dem serienmäßigen 4,6 kW-Onboard-Lader zieht der Smart seinen Strom entspannt über Nacht an der heimischen Wallbox. Wer dennoch ab und zu längere Strecken mit dem elektrischen Zweisitzer bewältigen möchte, sollte besser nach Modellen ab Baujahr 04/2018 mit dem optionalen 22 kW Schnelllader Ausschau halten. Damit lassen sich selbst Distanzen von bis zu 250 Kilometern mit zwei kurzen Ladepausen unkompliziert absolvieren. Kleiner Wermutstropfen: Der 22 kW-Lader gilt, vor allem bei niedrigen Ladeströmen, als vergleichsweise ineffizient, was die Ladekosten durch höhere Ladeverluste etwas in die Höhe treiben kann.

  • Das begeistert

    • Extrem kleiner Wendekreis
    • 22-kW-Onboard-Lader (optional)
    • für einen Zweisitzer luftiges und geräumiges Sitzgefühl
  • Das nervt

    • der Onboard-Lader benötigt mindestens 10 Ampere Anfangsstromstärke
    • höhe Seitenwindanfälligkeit
    • feste Wartungsintervalle
    • alle 3 Jahre ist der Tausch der 12-Volt-Batterie vorgeschrieben
    • relativ hohe Ladeverluste
    • im Winter rund 30% weniger Reichweite

Wer beim Laden auf PV-Überschuss setzt, muss beim Elektro-smart der Baureihe 453 eine Besonderheit beachten: Das Auto benötigt eine höhere Anfangsstromstärke als die meisten anderen Elektrofahrzeuge. Während viele Modelle bereits ab 5 Ampere laden, startet der Ladevorgang beim smart EQ erst ab mindestens 10 Ampere.

Vv

Resümee von Torsten

Wer ein Auto für den Urlaub sucht, ist beim smart EQ falsch. Für das tägliche Pendeln und den Stadtverkehr ist der wendige Stromer dagegen ideal. Die kompakte Batterie spart Gewicht und hält den Verbrauch im Rahmen. Tipp: Für reine Nachtlader reicht das Basismodell mit 4,6 kW völlig aus. Wer gelegentlich Strecken von mehr als 100 km plant, sollte zum Modell mit 22 kW-Lader greifen. Damit lässt sich der Elektro-smart in weniger als einer Stunde wieder voll aufladen.

smart EQ fortwo mit 22-kW-Onboard-Lader: Die wichtigsten Daten

Hersteller
smart
Modell
EQ fortwo Prime
Erstzulassung
06.08.2020
Neupreis
28.675 Euro
Bauart
Kleinstwagen
Sitze
2
Fahrzeuggarantie
2 Jahre
Batteriegarantie1
8 Jahre oder 100 tkm
Batterietyp
Lithium-Ionen
Batteriekapazität
17,6 kWh (51 Ah)
Reichweite (WLTP)
135 km
Verbrauch (kombiniert)
157 Wh/km
Leistung
82 PS
Antrieb
Heckantrieb
Beschleunigung 0- 100 km/h
11,6 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit
130 km/h
DC-Ladeleistung
—
Nachgeladene Reichweite 10 min
20 km
AC-Ladeleistung
22 kW | 3p
AC-Ladeverluste
27 %

Ladezeiten zu Hause

  • Steckdose

    Wechselstrom 2,3 kW
    9 h 13 min
  • Wallbox

    Wechselstrom 11 kW
    1 h 50 min

Ladezeiten unterwegs

  • AC-Ladesäule

    Wechselstrom 22 kW
    1 h
  • DC-Schnellladesäule

    Gleichstrom
    nicht möglich

Quelle: Herstellerangaben sowie aus den Daten des Herstellers ermittelte Werte. 1Je nachdem, was zuerst eintritt.