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2.0 von maximal 5 Punkten

  • Reichweite 3.0 explore
  • Ladezeit 1.5 ev_station
  • Komfort 5.0 chair
  • Fahrspaß 4.5 swap_driving_apps_wheel
  • Konnektivität 1.0 bluetooth_drive
  • Design 5.0 design_services
  • Unterhalt 1.0 euro_symbol
  • Preis/Leistung 2.0 car_tag

1 Fahrbericht:

Erfahrungsbericht Jaguar I-PACE

  • Tester:Torsten im Januar 2024
  • Modell:I-PACE EV400 HSE

Auch beim vollelektrischen I-PACE bleibt Jaguar seinem Ruf als Automobilhersteller sportlicher und formschöner Luxusautos treu. Leider gelten Modelle von Jaguar aber auch als reparaturanfällig und kostspielig im Unterhalt. Der I-PACE macht hier keine Ausnahme.

Typisch Jaguar wurde auch beim I-Pace an der falschen Stelle gespart und der Kabelbaum zu kurz konstruiert, was zu einer erhöhten Beanspruchung und Verschleiß der Kabel führen kann. Bei Auftreten des Mangels wird im Kombiinstrument eine gelbumrahmte Information „Getriebefehler erkannt“ angezeigt. Gleichzeitig versucht das Fahrzeug während der Fahrt die Parksperre einzulegen, sodass es zu einem abrupten Stoppen des Wagens kommen kann. Der Jaguar kann dann nicht mehr bewegt und nur noch abgeschleppt werden. Der Mangel ist dem Hersteller bekannt. Unter der Nummer JLRTB02012NAS1 existiert dazu bei Jaguar ein Technisches Merkblatt.

Laut Forenberichten wird in Großbritannien die Reparatur während der Wartung kostenfrei durchgeführt. In Deutschland hingegen nicht. Außerhalb der Garantiezeit schlägt der Austausch des Kabelbaums mit rund 3.400 Euro zu Buche. Wird durch die Aktivierung der Parksperre auch der Elektromotor beschädigt, liegen die Reparaturkosten im fünfstelligen Bereich.

Da es sich bei dem zu kurzem Kabelbaum mutmaßlich um einen Serienfehler handelt, der dem Hersteller auch bekannt ist, wäre Jaguar dazu verpflichtet, das KBA darüber zu informieren. Dies ist offenbar bislang nicht geschehen, weshalb betroffene I-Pace Fahrer den Mangel dem KBA melden sollten.

Gespart hat Jaguar auch am AC-Bordlader. Zum Modellstart wurde der I-Pace neben der DC-Möglichkeit nur mit einem einphasigem AC-Bordlader ausgestattet, wodurch das Aufladen einer leeren HV-Batterie an einer 11 kW-Wallbox gut 28 Stunden in Anspruch nimmt. Erst ab dem Modelljahr 2021 kann der I-Pace dreiphasig mit 11 kW laden. Laut Jaguar sind hier auch die Kabelbaumprobleme gelöst.

Der Satz "Kaufen Sie sich einen gebrauchten Jaguar nur, wenn Sie sich auch einen neuen leisten könnten." trifft also nicht nur auf Verbrenner, sondern auch auf den I-Pace aus den frühen Modelljahren zu. Das ist schade, denn Jaguars erstes Elektroauto ist kein schlechtes Auto und setzt sich bei Design, Komfort und der Auswahl hochwertiger Materialien von vielen Konkurrenten ab.

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