Über smart

Die Automobilmarke smart geht wesentlich auf das Engagement von Nicolas G. Hayek, dem Gründer des Schweizer Uhrenherstellers swatch, zurück, der ein sparsames Mikrokompaktfahrzeug (swatchmobil) mit umweltfreundlichem Elektro- oder Hybridantrieb zu einem günstigen Preis bauen wollte.

Nachdem zuerst eine Kooperation mit Volkswagen scheiterte, gründete die Swatch Group im Jahr 1994 zusammen mit der Daimler-Benz AG ein Joint Venture mit dem Namen Micro Compact Car AG (MCC) mit Sitz im schweizerischen Biel. Während Swatch für die Ideen und die Designphilosophie des Kleinstwagens verantwortlich war, steuerte Mercedes-Benz das technische Know-how für die Entwicklung und den Bau des Stadtflitzers bei. Das gemeinsam entwickelte Fahrzeug sollte unter dem Namen smart vermaktet werden. Der Markenname ist ein Akronym und setzt sich aus den Anfangsbuchstaben von swatch und mercedes sowie aus dem Wort art (Kunst) zusammen.

Nachdem die Entwicklungskosten ausuferten und der Zweisitzer immer weniger den ursprünglichen Vorstellungen von Hayek entsprach, stieg er 1998 aus dem Projekt aus. Im selben Jahr startete der Verkauf des smart City-Coupé (Baureihe 450) mit 3-Zylinder-Ottomotor in neun europäischen Ländern.

Mehr als 770.000 Einheiten und 36 Länder später debütierte im Jahr 2006 der smart Fortwo der zweiten Generation (Baureihe 451), der erstmals 2012 auch mit batterieelektrischen Antrieb als smart Electric Drive für eine breite Kundschaft erhältlich war. Seit Anfang 2020 ist smart eine reine Elektromarke. Sämtliche Verbrennervarianten wurden zum Jahresende 2019 eingestellt.