Akkuzustand im Fahrzeugmenü überprüfen
Jeder E-Auto-Fahrende kennt sie: die Reichweitenanzeige, scherzhaft auch GOM für Guess-o-meter, also Schätz-o-Meter genannt. Sie wird vom Bordcomputer anhand des durchschnittlichen Energieverbrauchs und des aktuellen Batterieladezustands (SoC) ermittelt. Den Ladezustand überwacht dabei das Batteriemanagementsystem der HV-Batterie. Um Schäden an der Antriebsbatterie beim Laden und Entladen zu vermeiden, berücksichtigt das BMS bei der Bestimmung des Ladezustands stets den Alterungsprozess der Batterie. Dafür werden in der Regel vom Hersteller vorgegebene Alterungsmodelle verwendet.
Das E-Auto beziehungsweise sein BMS kennt somit stets den aktuellen nutzbaren Energiegehalt der Hochvoltbatterie und damit auch den Batteriegesundheitszustand. Trotzdem kann der Akkuzustand nur bei wenigen Modellen direkt abgerufen werden:
-
BMW i3
Beim BMW i3 können die Informationen des Batteriemanagementsystems (BMS) über ein verstecktes Menü im Tacho-Display angezeigt werden.
So geht's -
Nissan LEAF ZE0
Die erste Generation des Nissan LEAF besitzt eine Kapazitätsanzeige direkt in der Tachoeinheit.
So geht's -
Nissan LEAF ZE1
Wie hoch der Kapazitätsverlust des LEAF ZE1 ist, lässt sich leicht mit der Kapazitätsanzeige des Bordcomputers überprüfen.
So geht's -
Tesla Model 3 / Y
Beim Tesla Model 3 und Y kann ein Batteriezustandstest durchgeführt werden, der über die Energieaufnahme den Akkuzustand bestimmt.
Auch bei anderen Elektrofahrzeugen sind Informationen zum Akkuzustand verfügbar. Hier kann das Batteriemanagementsystem (BMS) mithilfe von Diagnosegeräten oder per App mit dem Handy ausgelesen werden.