Elektroautos von MINI
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Das schreiben E-Autofahrende über ihren MINI
Obwohl der elektrische MINI auf einer Verbrennerplattform basiert, passt der Elektromotor perfekt zu dem kleinen Engländer. Das typische MINI-Gokart-Feeling motiviert zum „Strom“ geben. Dann muss der MINI aber schon nach rund 150 km statt der angegebenen 234 km an die Ladesäule. Im Winter schrumpft die Reichweite auch bei zurückhaltender Fahrweise auf weniger als 150 km...
Bewertung von Torsten ansehenÜber MINI
MINI ist weit mehr als nur eine Automarke – sie ist ein automobiles Kulturgut, ein Statement für urbanen Lifestyle und das perfekte Beispiel dafür, wie sich Tradition neu erfinden lässt.
Die Erfolgsgeschichte von MINI nahm ihren Anfang inmitten einer Krise. Als Europa 1956 infolge der Suezkrise unter einem drastischen Spritmangel litt, verlangte der Markt nach extrem sparsamen Autos. Der Konstrukteur Alec Issigonis erhielt daher von der British Motor Corporation (BMC) den Auftrag, ein preiswertes und kraftstoffsparendes Auto für 4 Personen zu konstruieren.
Issigonis bricht mit allen konventionellen Regeln des Autobaus: Statt den Motor längs einzubauen, platzierte er ihn quer. Die Räder rückte er extrem weit nach außen in die Ecken und verbaute das Getriebe direkt unter dem Motor. Das Ergebnis war verblüffend: 80 Prozent der Grundfläche des Wagens standen den Passagieren und ihrem Gepäck zur Verfügung. Mit der Premiere des Ur-Morris Mini-Minor im Jahr 1959 war so ein echtes Raumwunder geboren.
Obwohl als günstiges Massenauto für den Alltag geplant, entwickelt sich der Mini in den wilden 1960er-Jahren in London blitzschnell zum Statussymbol. Die Klassenschranken schmelzen im Mini dahin: Fabrikarbeiter fahren ihn genauso wie Rockstars und Modeschöpfer. Mary Quant, die Erfinderin des Minirocks, lässt sich angeblich von dem Auto inspirieren. Die Beatles, Brigitte Bardot, Clint Eastwood und später die Kultfigur Mr. Bean – sie alle machen den kleinen Briten weltberühmt.
Gleichzeitig entdeckt die Motorsport-Legende John Cooper das sportliche Potenzial des agilen Leichtgewichts. Er modifiziert den Wagen, und der Mini Cooper erobert die Rennstrecken. Die Krönung: Drei legendäre Gesamtsiege bei der anspruchsvollen Rallye Monte Carlo (1964, 1965 und 1967) gegen die versammelte, deutlich PS-stärkere Konkurrenz. Das berühmte „Go-Kart-Feeling“ wird zum Markenzeichen.
Nach Jahrzehnten wechselnder britischer Eigentümer und wirtschaftlicher Turbulenzen übernimmt die BMW Group im Jahr 1994 die Rover-Gruppe und sichert sich damit auch die Rechte an der Marke MINI. BMW erkennt das ungenutzte Potenzial und wagt im Jahr 2001 einen radikalen Neustart.
Der „New MINI“ (intern R50 genannt) ist größer, sicherer und komfortabler als das Original, bewahrt aber die ikonischen Designmerkmale: die runden Scheinwerfer, das schwebende Dach, die steile Windschutzscheibe und das Zentralinstrument im Cockpit. MINI wird als erste reine Premium-Kleinwagenmarke positioniert. Der Erfolg ist überwältigend. BMW transformiert das Design-Erbe in eine moderne Modellfamilie. In den folgenden Jahren wächst die Palette um Varianten wie den MINI Cabrio, den Kombi Clubman und das Kompakt-SUV Countryman.
Im Jahr 2009 baute BMW eine Kleinserie von rund 500 batterieelektrischen Fahrzeugen unter dem Namen MINI E. Diese zweisitzigen Testfahrzeuge wurden für Pilotprojekte an ausgewählte Privat- und Firmenkunden verleast, um wichtige Daten für die Entwicklung zukünftiger Elektroautos (wie den BMW i3) zu sammeln.
Der erste rein elektrisch in Serie produzierte MINI Cooper SE (auch bekannt als MINI Electric) wurde im Juli 2019 offiziell vorgestellt und kam im März 2020 auf den Markt. Alec Issigonis hätte es bestimmt gefallen, denn der elektrische MINI kommt nun ganz ohne Sprit aus.