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Das schreiben E-Autofahrende über ihren Škoda
Škoda ENYAQ iV 80
Die Reichweite im Winter zum Skiurlaub betrug magere 180 km. Für diese 180 km mussten wir jeweils 45-50 Minuten an einer Schnellladesäule das Auto aufladen. Es macht keinen Spaß mit dem Auto zu fahren, wenn man für schlappe 580 km, ohne Stau und sonstiger Pause, 9 Stunden einplanen muss...
Bewertung von Tina ansehenÜber Škoda
Skoda gehört zu den traditionsreichsten Automobilherstellern der Welt und hat sich von einer kleinen Fahrradwerkstatt zu einer der tragenden Säulen des Volkswagen-Konzerns entwickelt. Die tschechische Marke steht heute wie kaum eine andere für das Versprechen von maximalem Nutzwert, durchdachtem Design und einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis.
Die Ursprünge von Skoda liegen im Jahr 1895 im böhmischen Mladá Boleslav (heute Tschechien, damals Teil von Österreich-Ungarn). Der Buchhändler Václav Klement und der Mechaniker Václav Laurin gründeten das Unternehmen Laurin & Klement (L&K), nachdem sich Klement über die schlechte Qualität seines deutschen Fahrrads geärgert hatte. Sie bauten zunächst Fahrräder, bald darauf Motorräder und im Jahr 1905 schließlich mit der L&K Voiturette A ihr erstes Automobil.
Im Jahr 1925 fusionierte L&K mit den schwerindustriellen Skoda-Werken aus Pilsen. Aus dieser Fusion ging die Automarke Skoda hervor, deren Markenzeichen bis heute der berühmte „gefiederte Pfeil“ ist. Modelle wie der Superb oder der Popular prägten in den 1930er-Jahren das Straßenbild und etablierten die Marke als Premiumhersteller.
Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Verstaatlichung im Jahr 1946 wurde Skoda zum sozialistischen Staatsbetrieb umgewandelt. Trotz der wirtschaftlichen Isolation hinter dem Eisernen Vorhang gelang es den Ingenieuren immer wieder, technisch solide und optisch ansprechende Fahrzeuge zu bauen. Der Skoda Octavia (1959) und das Heckmotor-Coupé Skoda Felicia wurden zu Ikonen dieser Ära.
Der entscheidende Meilenstein der jüngeren Geschichte war die Privatisierung im Jahr 1991 und die schrittweise Übernahme durch die Volkswagen AG. Unter dem Dach von VW wandelte sich Skoda von einer belächelten „Ost-Marke“ zu einem globalen Erfolgsmodell.
Durch den Zugriff auf die modernen Plattformen und Motoren von Volkswagen steigerte die Qualität der Fahrzeuge maßgeblich. Die Neuauflage des Skoda Octavia im Jahr 1996 markierte den endgültigen internationalen Durchbruch. Er wurde zum Sinnbild für Kunden, die VW-Technik zu einem günstigeren Preis suchten.
Skoda hat im VW-Konzern eine ganz eigene Identität entwickelt. Die Marke setzt auf clevere, alltagsnahe Detaillösungen, die den Autofahrern das Leben erleichtern. So findet sich beispielsweise ein praktischer Eiskratzer in der Tankklappe, der gleichzeitig als Profiltiefenmesser dient, während in den Türen der größeren Modelle ein integrierter Regenschirm untergebracht ist. Zudem sorgen ein Parkscheinhalter an der Windschutzscheibe und ein cleverer Trichter-Verschluss für das Scheibenwischwasser für zusätzlichen Komfort im Alltag.
Gleichzeitig zeichnen sich alle Skoda-Modelle durch ein überdurchschnittlich großes Platzangebot und Kofferraumvolumen im Vergleich zu ihren direkten Konkurrenten aus.
Skoda vollzog eine der eindrucksvollsten Entwicklungen der Automobilbranche: Vom belächelten Budget-Auto zum ernsthaften Konkurrenten für die eigene Konzernmutter VW. Die Marke verbindet Tradition mit pragmatischer Moderne und bleibt ihrem Kern treu: Autos zu bauen, die nah am Menschen und seinem Alltag sind.