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Elektroauto-Start-ups

Tesla Model S

Lange Zeit haben die etablierten Autoherstellern die E-Mobilität ignoriert und es dadurch dem amerikanischen Elektroauto-Pionier Tesla ermöglicht, in nur wenigen Jahren vom Start-up zum wertvollsten Automobilunternehmen der Welt aufzusteigen.

Bereits neun Jahre nachdem Tesla 2008 sein erstes Elektroauto auf den Markt brachte, war das kalifornische Unternehmen gemessen an der Martkapitalisierung der größte Autobauer der USA. Im Oktober 2021 gehörte Tesla mit einem Marktwert von mehr als einer Billionen Dollar neben Apple, Microsoft, Saudi Aramco, Alphabet und Amazon zu den sechs wertvollsten börsennotierten Unternehmen weltweit.

Der Erfolg von Tesla lockte zahlreiche Investoren an. Auch branchenfremde Unternehmen wie Apple oder der Staubsaugerhersteller Dyson arbeiteten plözlich an eigenen Elektroautos. Vor allem in China entwickelte sich eine wahre Gründungswelle die zusätzlich durch großzügige Subventionsprogramme für die Entwicklung und den Verkauf von E-Autos angefeuert wurde. Genaue Informationen über die Anzahl der Star-ups im chinesischen E-Auto-Bereich gibt es nicht - die Angaben schwanken zwischen 200 und 500 Neugründungen. Einige davon wie Nio, Aiways und BYD verkaufen mittlerweile ihre Fahrzeuge auch in Europa.

In den USA versuchen die Start-ups Lucid, Fisker, Faraday Future und Rivian mit dem Bau von Luxus-Elektroautos, den Erfolg von Tesla zu wiederholen.

Goldgräberstimmung herrschte offenbar auch in Ländern, von denen man den Bau von Elektroautos nicht unbedingt erwartet hätte. Aus Vietnam kommt Vinfast und auch die Türkei will im Rahmen eines nationalen Projekts ein eigenens Elektroauto unter dem Namen TOGG produzieren.

Gescheiterte E-Auto-Neugründungen

Obwohl der Elektromobilität weiterhin gute Langfristaussichten bescheinigt werden, ist die Euphorie aus dem Markt gewichen. Vielen Start-ups gehen die finanziellen Mittel aus und nur wenige werden die Gründungsphase überstehen. An den innovativen Ideen liegt es dabei meistens nicht.

Byton M-Byte

Byton

Die von den deutschen Automanagern Carsten Breitfeld und Daniel Kirchert mitgegründete chinesische Automobilmarke Byton schickte sich 2018 an, das erste Smartcar zu bauen. Dazu entwickelte Byton als erster Hersteller ein sogenantes Shared Experience Display (SED), das sich im M-Byte nahezu über die gesamte Breite von der linken bis zur rechten A-Säule erstreckt und das Teilen von Inhalten mit anderen Passagieren ermöglichen sollte. Kurz vor dem Start der Serienproduktion ging Byton jedoch das Geld aus.

Sono Motors Sion

Sono Motors

Eigentlich sollte das teilweise mit selbst produzierter Sonnenenergie fahrende E-Auto Sion des deutschen Start-ups Sono Motors schon 2019 in Produktion gehen. Doch immer wieder wurde der Produktionsstart des Solarautos verschoben und stattdessen mit Crowdfunding-Kampagnen neues Kapital eingesammelt. Erst nachdem das Unternehmen von seiner Community nicht mehr genügend Mittel akquirieren konnte, wurde das Projekt im Februar 2023 eingestellt.

e.GO e.wave X

Next.e.Go Mobile

Im März 2024 musste das im Umfeld der RWTH Aachen gegründete Unternehmen Next.e.Go Mobile schon zum zweiten Mal in seiner jungen Firmengeschichte einen Antrag auf ein Insolvenz stellen. Dabei war der Aachener Elektroautobauer erst im Oktober 2023 mit großen Versprechungen an die Börse gegangen. Drei neue Mikrofabriken sollten für die Produktion des zweiten Modells gebaut werden. Daraus wurde jedoch nichts.

e.GO e.wave X

Lightyear

Im Juni 2022 stellte Lightyear das erste serienreife Solarauto der Welt vor. Die Fertigung des 297.500 Euro teuren Modells mit dem Namen Lightyear 0 startete Ende 2022 beim finnischen Auftragsfertiger Valmet Automotive in Uusikaupunki. Aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten musste die Produktion nach nur wenigen Wochen wieder eingestellt werden.

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