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Das schreiben E-Autofahrende über ihren Opel

Opel Corsa-e First Edition
Torsten im Februar 2022

Elektromobilitätsmäßig fühlt man sich im vollelektrischen Corsa 10 Jahre zurückversetzt: Es gibt nur zwei Rekuperationsstufen: D und B. Beide sind relativ schwach. One-pedal-Driving wird nicht unterstützt. Der Akku wird zum DC-Schnellladen nicht vorgewärmt. Da der Akkustand nicht am Fahrzeug eingestellt und keine Bergabfahrtreserve aktiviert werden kann, lässt sich der Opel Corsa Electric bei vollständig geladenem Akku nur mit dem Bremspedal verzögern. Auch ist der Verbrauch für einen Kleinwagen mit serienmäßiger Wärmepumpe recht hoch. Passt man sein Fahrverhalten nicht an, ist trotz einer relativ großen 50 kWh-Antriebsbatterie eher eine Reichweite von 200 km als 350 km realistisch. Den 11 kW AC-Lader gibt es nur gegen Aufpreis...

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Opel Ampera-e Ultimate
Torsten im August 2021

Dank seines vergleichsweise großzügigen Platzangebotes und einer praxisnahen Reichweite von über 250 km ist der Ampera-e eigentlich ein solides Elektroauto. Nach der Trennung von GM behandelt Opel den Ampera-e aber leider nur noch stiefmütterlich. Die App zur Ladestandkontolle und Vorklimatisierung wurde abgestellt. Nachdem mehrer Fahrzeuge des baugleichen Chevrolets Bold in Brand geraten sind, wurde außerdem die nutzbare Kapazität um 10 Prozent verringert. Bis eine Lösung gefunden ist, sollen Ampera-e Fahrer zudem ihr Fahrzeug nicht unter 30% entladen und nur tagsüber im Freien an eine Stromquelle anschließen. Damit ist der Ampera-e faktisch nicht mehr nutzbar...

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Über Opel

Bekanntheit erlangte das von Adam Opel 1862 in Rüsselsheim gegründete Unternehmen zunächst als Hersteller von Nähmaschienen. Ab 1886 produzierte Opel in Rüsselsheim auch erfolgreich Fahrräder und avancierte bis zum Verkauf des Geschäftsbereichs im Jahr 1936 an NSU zum größten Fahrradhersteller der Welt.

In den Automobilbau stieg Opel erst nach dem Tod des Gründers ein. Das von der Witwe Sophie Opel gemeinsam mit den fünf Söhnen Carl, Wilhelm, Heinrich, Fritz und Ludwig familiengeführten Unternehmen übernahm 1899 die Anhaltinische Motorwagenfabrik des Autopioniers Friedrich Lutzmann und verlegte die Produktion nach Rüsselsheim.

Als erster Opel gilt der Opel Patent-Motorwagen System Lutzmann, von dem in zwei Jahren 65 Exemplare in Handarbeit entstanden. 1924 führte Opel als erster Autohersteller in Deutschland die Fließbandtechnik ein und verkaufte in den 1920er Jahren mehr Autos alle alle anderen deutschen Autobauer.

Im Zuge der Weltwirtschaftskrise erwarb der damals führenden Automobilkonzern General Motors im März 1929 die Aktienmehrheit an Opel und übernahm die deutsche Traditionsfirma zwei Jahre später ganz. In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich Opel zeitweise zum größten Automobilhersteller in Europa.

Nach fast 90 Jahren unter amerikanischer Führung, verkaufte GM im Sommer 2017 Opel an den französischen Automobilkonzern Groupe PSA (Peugeot, DS, Citroën), der Anfang 2021 mit Fiat-Chrysler zu Stellantis fusionierte. Neben Opel gehören die Marken Abarth, Alfa Romeo, Citroën, Chrysler, DS Automobiles, Peugeot, Jeep, Lancia, Maserati und Vauxhall zu dem Automobilkonzern mit Sitz in den Niederlanden.