Opel Corsa‑e

Die sechste Generation des Opel Corsa wurde im Mai 2019 vorgestellt und avancierte 2020 zum beliebtesten Kleinwagen Deutschlands. An diesem Erfolg hat auch der vollelektrische Corsa-e Anteil, denn laut Opel entschieden sich in den ersten 14 Monaten seit dem Verkaufsstart fast ein Drittel der privaten Käufer für einen Corsa mit batterieelektrischen Antrieb.

Der Corsa-e ist Opels erstes Elektroauto, das unter dem neuen Mutterunternehmen Stellantis (vorher PSA-Group) entstanden ist. Der Corsa-e basiert daher auf der gleichen Plattform wie die Fahrzeuge der anderen zum Stellantis Konzern gehörenden Marken Peugeot, Citroën und DS Automobiles. Die sogenannte CMP-Plattform (für Common Modular Platform) wurde zusammen mit dem chinesischen Partner Dongfeng Motors für Fahrzeuge mit Benzin-, Diesel- und batterieelektrischen Antrieb im B- und C-Segment entwickelt.

Modellvarianten und Reichweite

359 kmReichweite (WLTP)

Corsa-e

ab 01/2022
Spitzenleistung
136 PS
Vmax
150 km/h
0-100 km/h
8,7 Sekunden
Antrieb
Frontantrieb
Preis (2022)
ab 32.895 €
Technische Daten
337 kmReichweite (WLTP)

Corsa-e

bis 12/2021
Spitzenleistung
136 PS
Vmax
150 km/h
0-100 km/h
8,1 Sekunden
Antrieb
Frontantrieb
Preis (2019)
ab 29.900 €
Technische Daten

Ladefähigkeit

Serienmäßig lädt der Opel Corsa-e Wechselstrom (AC) einphasig mit bis zu 7,2 kW. Für einen Aufpreis von 1.190 Euro kann der Corsa-e mit einem 3-phasigen 11 kW Bordlader ausgerüstet werden, der die Ladezeit an Wallboxen und öffentlichen Ladesäulen deutlich verkürzt. Die Ladeleistung mit Gleichstrom (DC) beträgt bis zu 100 kW.

Ladezeiten im Überblick

2.43 (1 Bewertung)

  • Reichweite Sommer 3,0
  • Reichweite Winter 2,0
  • Ladegeschwindigkeit 2,0
  • Sicherheit 2,0
  • Nachhaltigkeit 1,0
  • Infotainment und Apps 2,0
  • Garantieleistungen 2,0
  • Komfort 3,0
  • Fahrspaß 3,0
  • Qualitätsanmutung 3,0
  • Zuverlässigkeit 4,0
  • Design 2,0
  • Image 2,0
  • Preis-Leistungs-Verhältnis 3,0
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Praxis ElektroautoFebruar 2022

Trotz des eigens für den Corsa-e entwickelten Fahrwerks, kann der elektrische Kleinwagen seine Verbrenner-Gene nicht leugnen. Beispielsweise lässt sich der Tempomat auf 180 km/h einstellen, obwohl der Corsa-e bei 150 km/h elektronisch abgeregelt ist. Der Bordcomputer zeigt - wie beim Verbrenner - nur die verbrauchte Energie an, nicht aber die Energie, die beim Rekuperieren zurückgewonnen wird.

Elektromobilitätsmäßig fühlt man sich 10 Jahre zurückversetzt: Es gibt nur zwei Rekuperationsstufen: D und B. Beide sind relativ schwach. One-pedal-Driving wird nicht unterstützt. Da der Akkustand nicht am Fahrzeug eingestellt und keine Bergabfahrtreserve aktiviert werden kann, lässt sich der Opel Corsa-e bei vollständig geladenem Akku nur mit dem Bremspedal verzögern. Auch ist der Verbrauch für einen Kleinwagen mit serienmäßiger Wärmepumpe recht hoch. Passt man sein Fahrverhalten nicht an, ist trotz einer relativ großen 50 kWh-Antriebsbatterie eher eine Reichweite von 200 km als 350 km realistisch. Den 11 kW AC-lader gibt es nur gegen Aufpreis.

Darüberhinaus scheint das Gleichstromladen optimierbar. Trotz eines warm gefahrenen Akkus konnte am Schnelllader nur kurzzeitig eine Ladeleistung von 93 kW erreicht werden, bevor sich die Ladgegeschwindigkeit bei 73 kW einpendelte.

Fragen zum Opel Corsa‑e

Wie lange garantiert Opel die Funktion des Lithium-Ionen-Akkus?

Der Opel Corsa-e ist über die Opel Neuwagengarantie für 2 Jahre gegen Herstellungsfehler abgesichert. Zusätzlich garantiert Opel eine Kapazität der HV-Batterie von mindestens 70% für 8 Jahre oder 160.000 Kilometer, je nachdem was zuerst eintritt.

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