BMW i3

Der BMW i3 wird seit Ende 2013 verkauft und gehört somit zu den Pionieren der Elektromobilität. Lange Zeit war der Elektro-BMW sogar das einzige Elektroauto aus Deutschland im sogenannten Purpose-Design. Im Gegensatz zum Conversion Design, bei der eine bereits vorhandene Verbrenner-Plattform als Basis dient, ist die Plattform beim Purpose-Design konsequent für die Anforderungen eines batterieelektrischen Antrieb ausgelegt.

Da die Konstrukteure keine Rücksicht auf verbrennerspezifische Bauteile nehmen mussten, konnte der von BMW selbst entwickelten Elektromotor für eine optimale Gewichtsverteilung direkt an der Hinterachse positioniert werden. Trotz schmaler Reifen verfügt der i3 daher im Vergleich zu E-Autos, die auf Basis einer Verbrennerplattform nachträglich elektrifiziert wurden, über eine deutlich bessere Traktion.

Der i3 ist das erste Serienauto von BMWs 2010 ins Leben gerufener Submarke BMW i und setzte Maßstäbe bei nachhaltiger Produktion und Leichtbau. Um das Gewicht der HV-Batterie zu kompensieren, wurde erstmalig im Automobilbau eine Fahrgastzelle aus karbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) in Großserie produziert. Mit weniger als 150 kg ist die CFK-Fahrgastzelle des BMW i3 nicht nur halb so schwer wie eine vergleichbare Karosserie aus Stahlblech, sondern auch deutlich steifer. Die Fondtüren konnten deshalb gegenläufig öffnend ohne Zwischensteg konzipiert werden.

Gleichzeitig wurde die Produktion des i3 von Anfang an auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Zum einen bestehen 25 Prozent der verwendeten Kunststoffe aus recycelten Materialien oder nachwachsenden Rohstoffen. Zum anderen stammt die elektrische Energie zur Produktion der BMW i-Modelle von Windrädern auf dem BMW-Werksgelände. Sogar die Carbonfasern für die Karosserie werden CO2-frei mit 100% Wasserkraft hergestellt.

Wie es sich für einen BMW gehört, bleibt auch der Fahrspaß nicht auf der Strecke. Durch die Unterbringung von E-Motor und Antriebsbatterie im Fahrzeugunterboden besitzt der i3 einen niedrigen Schwerpunkt, der in Verbindung mit dem Leichtbau dafür sorgt, dass auch der erste Elektro-BMW dem BMW-Motto »Freude am Fahren« gerecht wird.

BMW hat den i3 laufend weiterentwickelt. Mittlerweile gibt es den Elektroflitzer in der dritten Batteriegeneration sowie als sportlichen i3S. Ursprünglich sollte die Produktion des i3 im Jahr 2019 ohne direkten Nachfolger auslaufen. Aufgrund verschärfter CO2-Flottengrenzwerte entschied sich BMW jedoch zur Weiterproduktion. Im Juni 2022 wird nun der letzte Wagen in Leipzig vom Band laufen.

Wer sich für einen gebrauchten i3 94 Ah oder i3 60 Ah interessiert, sollte auf einen CCS-Ladeanschluss achten, mit dem der Akku an DC-Schnellladestationen mit bis zu 50 kW geladen werden kann. Der Schnellladeanschluss war bei diesen beiden Ausführungen nicht Serie und lässt sich auch nicht nachrüsten.

Der Vollständigkeit sei noch aufgeführt, dass es von den Batterieausführungen 94 Ah und 60 Ah auch Versionen mit Range Extender gibt, bei denen mittels eines an einem Zweizylinder-Ottomotors angeschlossenen Generators Strom zum Aufladen der Traktionsbatterie erzeugt wird. BMW i3 mit Range Extender zählen zu den Plug-in-Hybriden und sind auf dieser Seite nicht berücksichtigt.

Modellvarianten und Reichweite

307 kmReichweite (WLTP)

BMW i3 120 Ah

Spitzenleistung
170 PS
Vmax
150 km/h
0-100 km/h
7,3 Sekunden
Antrieb
Heckantrieb
Preis (2021)
ab 38.017 €
Technische Daten
283 kmReichweite (WLTP)

BMW i3S

Spitzenleistung
184 PS
Vmax
160 km/h
0-100 km/h
6,9 Sekunden
Antrieb
Heckantrieb
Preis (2021)
ab 41.526 €
Technische Daten
224 kmReichweite (WLTP)

BMW i3 94 Ah

Spitzenleistung
170 PS
Vmax
150 km/h
0-100 km/h
7,3 Sekunden
Antrieb
Heckantrieb
Preis (2017)
ab 36.150 €
Technische Daten
151 kmReichweite (WLTP)

BMW i3 60 Ah

Spitzenleistung
170 PS
Vmax
150 km/h
0-100 km/h
7,2 Sekunden
Antrieb
Heckantrieb
Preis (2016)
ab 34.950 €
Technische Daten

Ladefähigkeit

Der BMW i3 mit 120 Ah Akku hat serienmäßig einen CCS-Ladeanschluss mit 50 kW und kann AC dreiphasig mit maximal 11 kW laden. Beim BMW i3 mit 94 Ah HV-Batterie gab es diese Kombination nur gegen Aufpreis. Die erste Akkugeneration des i3 konnte optional mit 7,4 kW AC-Bordlader und CCS-Anschluss bestellt werden. In der Basis-Ausführung laden der BMW i3 60 Ah und 94 Ah nur einphasig mit 3,7 kW.

Ladezeiten im Überblick

2.63 (1 Bewertung)

  • Reichweite Sommer 3,0
  • Reichweite Winter 2,0
  • Ladegeschwindigkeit 2,0
  • Sicherheit 2,0
  • Nachhaltigkeit 3,0
  • Infotainment und Apps 3,0
  • Garantieleistungen 3,0
  • Komfort 2,0
  • Fahrspaß 3,0
  • Qualitätsanmutung 3,0
  • Zuverlässigkeit 4,0
  • Design 2,0
  • Image 3,0
  • Preis-Leistungs-Verhältnis 2,0
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Praxis ElektroautoJuli 2021

Der BMW i3 gehört zu den Elektroautos der ersten Stunde, sodass es mittlerweile auch Langzeiterfahrungen mit dem Stromer gibt. Probleme mit dem Akku sind selten. Allerdings berechnet das BMS der ersten Generation (60 Ah) eine zu schnelle Alterung der Akkuzellen, was zu einem softwarebedingten Reichweitenverlust führt. Ab der zweiten Generation besteht dieses Problem nicht mehr. Hier sind konstante Akkukapazitäten feststellbar.

Für seine Größe bietet der i3 ein sehr gutes Platzangebot. Die hohe Sitzposition ermöglicht ein bequemes Ein- und Aussteigen. Die gegenläufig öffnenden Türen sind bei engen Parklücken zwar unpraktisch, aber ein Highlight des i3.

Fragen zum BMW i3

Kann man beim BMW i3 die Batteriekapazität selbst auslesen?

Beim BMW i3 können die Informationen des Batteriemanagementsystems (BMS) über ein verstecktes Menü im Tacho-Display angezeigt werden. Wie das geht, erfährst du hier.

Der Gesundheitszustand des i3-Akkus kann auch per App ausgelesen werden. Wie das geht, erfährt du hier am Beispiel eines MINI Copper SE.

Wie lange garantiert BMW die Funktion des Lithium-Ionen-Akkus?

Der BMW i3 ist über die BMW Neuwagengarantie für 3 Jahre gegen Herstellungsfehler abgesichert. Zusätzlich garantiert BMW eine Netto-Batterie-Kapazität von 70 % des Auslieferungswertes.

Für Fahrzeuge, die ab dem 1. August 2019 zugelassen wurden, gilt die Batteriegarantie für 8 Jahre oder 160.000 Kilometer, je nachdem was zuerst eintritt. Bei älteren Modellen mit Erstzulassung vor dem 1.8.2019 ist die Acht-Jahres-Garantie auf 100.000 km beschänkt.

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