Betrachtet man die Formel für elektrische Energie E = U ⋅ I ⋅ t, lässt sich die Ladezeit t = E / (U ⋅ I) bei konstanter Stromstärke I durch eine Erhöhung der Spannung U reduzieren. Demzufolge kann durch eine Spannungsverdopplung von 400 Volt auf 800 Volt die Ladezeit bei gleicher elektrischer Belastung halbiert werden.
Beispiel
Die 80 kWh (E) Hochvoltbatterie eines Elektroautos soll an einer HPC-Ladestation aufgeladen werden. Die Ladesäule liefert eine Stromstärke (I) von 500 Ampere.
Ein Elektroauto mit 400 Volt-Technik (U) benötigt für den Ladevorgang somit:
Ladezeit t = 80 kWh / (400 V ⋅ 500 A) = 0,4 h = 24 Minuten
Für ein E-Auto mit 800 Volt-Ladetechnik ergibt sich folgende Rechnung:
Ladezeit t = 80 kWh / (800 V ⋅ 500 A) = 0,2 h = 12 Minuten
So weit die Theorie. Vergleicht man die Peak-Ladeleistung von Elektroautos, schnitten anfangs E-Autos mit 400 Volt-Bordnetz nicht viel schlechter als Fahrzeuge mit 800 Volt-Ladetechnik ab. Das erste Serienfahrzeug mit 800 Volt-Ladetechnik war der Porsche Taycan, der 2019 mit einer Spitzenladerate von 270 kW auf den Markt kann. Mittlerweile schaffen Fahrzeuge wie der Xpeng G9 Werte von über 500 kW.